My brain no good.

August 21st, 2006

11. Aug
Vorletztes Wochenende - also steht viel Programm an. Ich schau mir Astoria/Queens an, geh ins Museum of Moving Images (sehr empfehlenswert fuer Filmfreaks), ins Brooklyn Museum zur Graffittiausstellung und mache bei wunderschoenem Wetter endlich die Circle Line Bootsrundfahrt um Manhattan. An einem schöenen Wochenende wie diesem darf ein Besuch im PS.1 natuerlich auch nicht fehlen - mit angeblich mehreren Tausend Leuten. Geniales Wetter (seit ungefähr einer Woche hat es das beste Wetter seit wir in NY sind - warm, sonnig, nicht unertraeglich heiss und auch gar nicht schwuehl - total klare Sicht immer und ueberall) und volles Haus bei der Museumsparty (davon hab ich schon irgendwann genauer erzählt). Anschließend gehts mit Daniel, Jakob, Prie und Thomas noch in die Watertaxi Beachbar… wunderbarer Abend. Sonntag heisst wiedermal frueh aufstehen um den Fireisland Strand ein letztes mal zu genießen.
Unter der Woche darf ein Besuch im Bryant Park zur Movienight natuerlich nicht fehlen, Pizzaessen in Brooklyn (inkl. abendlicher Skyline Fotosession) schmeckt ja auch immer und ein abendlicher Besuch in Williamsburg runden die Woche ab.

Freitags wag ich mich mit Tobi auch nochmal schnell in die Bronx, um ein bisschen einen Eindruck der ärmsten Gegend New Yorks zu bekommen. Heftiger Unterschied zu Manhattan, andererseits findet man auch richtig schöne Wohngegenden - irgendwie schwer sich ein Bild zu machen.

Das gratis Konzert der New York Dolls am Pier hab ich natuerlich auch net versaeumt. Punk-Rock-Opas mit viel zu viel Selbstbewusstsein - lustig. NY ist happy.

Mein letztes echtes Wochenende wird durch Arbeiten am Samstag gestört. Wobei es freiwillig ist. Foley Recording für einen relativ großen Spielfilm (heisst soviel wie jeden Sound, jeden Schritt,… neuerlich aufnehmen). Sehr interessant fuer einen Tag. Schade, dass ich während meines Praktikums nicht mehr in diese Richtung machen konnte…

Nach der Arbeit gehts direkt zu einer weiteren Rubuland-Party nach Brooklyn. Unglaublicherweise toppt diese alle vorigen. Diesmal in andere Location (3rd Ward Gebäude) aber genauso verrückt dekoriert wie immer. Obwohl ich gedacht habe, dass ich schon viel gesehn hab bleibt mir wiedereinmal die Spucke weg. Die Bude ist bis zum Rand voll und das Programm an diesem Abend weltklasse. Mehrere Livebands (eine Band vom Look her ähnlich wie Lordi jedoch noch eine Spur verrückter) und eine halbnakte Kapelle mit Blasinstrumenten (Trompeten, Posaunen, Tuba usw.), Drums und Fahnentänzerinnen, die zwei Stunden lang mitten durch die Massen tanzen und südamerikanische Rythmen spielen - das ganze im Partymusikstil… die Leute total am durchdrehen… hab sowas noch nicht gesehen…

Sonntag werden nochmal eine paar Sachen erledigt (nach 3 Monaten hab nun auch ich das Flatiron Building gesehen) und einige Lieblingsplätzte zum wahrscheinlich letzten Mal fuer diesen Sommer besucht (Greenwich, Union Square, etc.).

Das war dann auch wahrscheinlich mein letzter Post aus NY… Am Samstag flieg ich schon wieder nach Österreich… puhh… das ging ja schnell. Wahnsinns Sommer.

[”My brain no good.” ist der Titel meines Lieblingsbildes von John Lurie im PS1 Museum.]

Staring at the sun!

August 9th, 2006

Tja, da sind wieder ein paar Tage vergangen, ohne, dass ich was geschreiben habe. Werd probieren alles zu rekonstruieren.

28. Juni

Die Hitze und ein leichter Schnupfen reduzieren meine Geschwindigkeit ein bisschen und ich verbringe den Anfang der Woche mit Besuchen am Union Square und Bummeln in Greenwich.

Am Freitag gibts wieder ein Seminar: diesmal Besuchen wir das UN-Headquater. Ein vielversprechender Besuch entpuppt sich als der totale Touristenflopp. Kann man CDSInt. keine Vorwurf machen, aber wir werden mit der Touristenführung durchgeschleust und die Informationen, die wir dort erhalten sind minimal. Hauptanliegen der japanischen Führerin ist es, uns Fotomöglichkeiten in den UN-Konferenzräumen zu beschaffen… naja es war immerhin nett, den UN-Sicherheitsrat etc. mal zu sehen. Überraschend waren auch die relativ laschen Sicherheitskontrollen. Da bin ich bei Gratiskonzerten schon genauer gefiltzt worden - komisch irgendwie..

UN

Am Samstag gehts das zweite Mal zum Strand. Diesmal zum Robert Moses Park auf Fire Island. Superschön und unglaublich geniale Wellen. Das obligatorische Wellenreiten (ohne Brett versteht sich) fordert einen bei 2 Meter hohen Wellen ziemlich. Meine Schulter bekommt so einige Schrammen vom Sandstrand ab.

Am Abend gehts wiedermal (auch das zweite Mal) zur Rubuland Party nach Brooklyn. Ein kurzes aber schönes Vergnügen, da Polizei und Feuerwehr, eine Stunde nach dem wir ankommen, die Bude schließen. “It’s not safe”.

Am Sonntag erhol ich mich ein bisschen und schau mir das Harlem Festival vor der Haustür an. 1 Weisser auf 99 Farbige (Political Correctness oh ja…) oder eventuell auch extremer. Trotzdem sind alle total freundlich und die Stimmung sehr gut.

31. Juli

Am Montag gehts ab in den Bryant Park zum Film schauen. “A Shot in the Dark” steht am Program und die Temperatur ist eigentlich fast zu extrem für Outdoor-Kino. Am Dienstag erreicht die Hitzewelle dann ihren Höhepunkt. Als erfahrene New Yorker haben wir aber beste Gegenmittel parat. Nach der Arbeit wird sofort zum Watertaxi Beach gefahren… Barfuss im Sand, der Wind vom Eastriver, kaltes deutsches Bier und die lebensrettenden Wassersprenkelanlagen versüßen uns den Abend.

Watertaxi Beach

Auch wenn wir an diesem Abend der Hitze entkommen, ist es sonst ziemlich unerträglich. Klimaanlagen versagen total, es wird Strom gespart indem zB das Empire State Building nicht mehr beleuchtet wird etc. Es gibt auch 24 Hitzetode in NY… Trotzdem hat es den Anschein, dass alles normal weiterläuft - von wegen Hitzeferien oder so…

Harlem Lower Eastside

… und die Pall-Maller schauen auch bei gefühlten 47 Grad Celsius gut wie immer aus =)

Die Gang

4. Aug

Diesen Freitag gibts ein Seminar über das amerikanische Rechtssystem in einer Anwaltskanzlei. Sehr interessant (Es kennt doch jeder die Geschichte der gewonnen Klage gegen McDonalds wegen zu heissem Kaffee, der beim Verschütten zu Verbrennungen geführt hat, oder? Was man aber in den europäischen Medien nie gehört hat, ist, dass McDonalds vor diesem Fall bewusst, also als Firmenrichtlinie, Kaffee zu heiss gemacht hat, um Kunden davor abzuhalten den Kaffee zu schnell zu trinken und einen gratis Refill zu holen!!! Fand ich interessant.)

Nach dem Seminar geh ich noch ins “International Centre of Photography”. Klein, nett und gerade richtig für diesen Tag… Anschließend zur South Seaport Street, Pier 17 am Eastriver, für ein weiteres Gratiskonzert. Erstaunlicherweise gibts nach mehr als 2 Monaten noch immer Gegenden von denen ich noch nicht einmal was gehört habe… Es spielen “Oppenheimer” aus Nordirland und “Hot Chip” aus London - super Konzerte… nach dem Konzert bleiben wir noch am Pier sitzen und genießen bei kühlen Getränken die gute Luft am Eastriver (kombiniert mit Aussicht auf Schicki-Micki-Leute, die sich mächtig anstrengen um auf ein Partyboot zu kommen).

5. Aug

Ich schau mir Queens an und bin definitiv der einzige “Tourist” dort. Alles wird auf Spanisch angeschrieben, bis hin zur Dunkin Donuts Werbung… Interessante Gegend.

Am Abend sind wir zu einem privaten Barbeque in Brooklyn eingeladen und fahren anschließend zu einer Rooftop-Party. Genial.. Um dorthin zu kommen, stopfen sich 14 Leute in einen Van, der eigentlich nur 4 Sitzplätze hat…

Rooftop-Parties hier sind ganz easy.. ein Dach, Leute von überall her, die niemand kennt, “Bring your own booze”, zwei Turntables und Boxen. Die Beleuchtung übernimmt der Lichtsmog von NY… Toiletten sucht man auch vergeblich (sei kreativ =)

Van in Brooklyn Williamsburg Bridge
Am Sonntag spazier ich in Upper Eastside herum (Kontrastprogramm zum gestrigen Queens)… eine Gegend, die definitiv zu schick für mich ist. Danach schau ich mir die Eröffnung des Brazilian Film Festivals im Central Park an. Lenine, ein brasilianischer Latin-Rock-Superstar, spielt… ich bin aber doch eher müde… =)

Montag Abend ist leider Heather’s letzte Abend in NY. Wir gehen zum Abschied noch mal richtig mexikanisch Essen - Yammi - und anschließend noch auf nen Cocktail ins Heights. Sehr schöner Abend…

Kommen wir noch kurz zum Titel dieses Eintrags. Neben der offensichtlichen Bedeutung mag ich auch noch eine Band aus Brooklyn empfehlen, deren größter Hit “Staring at the Sun” ist. Sie heissen “TV on the Radio” und ich bin stolzer Besitzer ihres ersten Albums. =)
Grüße an euch alle… Baba und aus!

Ächtz…

August 2nd, 2006

puh… es ist 1 Uhr in der Nacht (!!!) und im Moment hat es 31 Grad bei 67% Luftfeuchtigkeit. Ich probiere seit einer Stunde zu schlafen - keine Chance. Keine Klimanalge und eigentlich dürfte ich den Ventilator auch nicht verwenden (technischer Defekt oder so), aber ohne Ventilator ist überleben sowieso unmöglich. Morgen soll es noch heisser werden als heute… Lagebericht ENDE.

Spiderman hüpft wie ein Mädchen!

July 25th, 2006

soso.. ich muss mal wieder ein paar Tage oder Wochen nachholen… alles fallt mir jetzt leider auch gar nicht mehr ein. Da waren ein paar Abende mit Spaziergängen in Chelsea, Lower Eastside, Washington Square Gegend usw. - teilweise mit schrecklich romantischen Sonnenuntergängen am Pier und begeisternder Livemusik.
Herausheben möchte ich aber auf jeden Fall den Samstag (ich glaub das war der 8.Juli), das war sicher einer der schönsten Tage hier in NY und leider auch einer der letzten an dem der harte Partykern (Constanze, Claudia, Anna, Christoph, Markus, Heather und ich - hoffentlich hab ich jetzt niemanden vergessen) gemeinsam was richtiges unternommen hat. Es ging am Nachmittag im PS1 los. Das PS1 ist das moderne Tochtermuseum des MOMA. An Samstagen kann man dort einen Museumsbesuch mit einer Open-Air-Party am Museumsgelände verbinden. Ein Hof mit genialer Architektur umringt von Kunst (incl. vieler Graffittis), gefüllt mit 3000 partywilligen Leuten und super unterhaltender, tanzbarer Musik. Das ganze versüßt man noch mit Wassernebelfontänen, ein paar Planschbecken, Barbeque und man erlebt nen genialen Nachmittag. Tanz bis um 9 Uhr am Abend… dann wird der Laden dicht gemacht (ist ja immerhin ein Museum) und die Meute inkl. den Party-Pall-Mallern bewegt sich zur nahegelegenen Beach Bar. Jetzt: Füße im Quarzsand, Musik, erträgliche Cocktailpreise und ein wahnsinns Blick auf Manhatten (achja.. wir befinden uns gerade in Queens am East River)…. super Stimmung beim Tanzen im Sand (totales Urlaubsglücksgefühl)… wenn man glaubt, dass sich NY eigentlich nicht mehr toppen kann, dann erlebt man so einen Tag und ist wiedereinmal nur überwältigt.

PS1 Beach Bar Subway
Am Sonntag schau ich Fußball-WM Finale und gehe anschließend nach Little Italy um die verrückten Italiener beim Triumphieren zu beobachten. Komischerweise ist dort gar nicht soviel los wie erwartet.

Die nächste Woche wird mal richtig von Arbeit überschattet. Lange Arbeiten und wenig Spaß ist die Devise…

Am Freitag wage ich mich mit Claudia und Freddy nach “Spanish Harlem” und wir sind total überrascht von der Freundlichkeit und Gemütlichkeit dieser Gegend (kein böses Gangsterviertel wie erwartet). Ein netter Nachmittagsspaziergang - man fühlt sich wirklich sehr sicher in allen möglichen Ecken New Yorks (gut.. bei Nacht sollte man das vielleicht nicht machen).

Tja.. und dann ist das Wochenende da… was soviel heisst, wie die halbe Gruppe muss abreisen (die Hälfte von uns ist ja nur 6 Wochen in NY und hat am Samstag ihren Flug zurück nach Berlin). Das ganze wird noch mit gemeinsamen Abendessen offiziell abgeschlossen.

Genauso schnell wie sich die Gruppe gefunden hat, wird sie auch wieder aussernander gerissen. Ne kurze Abschiedszeremonie und schon sind sie weg und “nur” mehr 14 Pall-Maller befinden sich in NY. Wirklich schade muss ich sagen… hab mich schon total an alle gewöhnt. Danke für die schöne Zeit, hoffe euch gehts allen gut zuhause…

Den Samstag verbringe ich dann mit Heather in tiefer Trauer um unsere abgereisten Freunde auf Coney Island beim “Sirene Music Festival” - nicht schlecht… der Nieselregen drückt anfangs die Stimmung ein bisschen. Am Ende spielen jedoch noch die Scissor Sisters ein geniales Konzert. Sehr fein… Die 1 1/2 stündige Rückreise in der Nacht ist jedoch anstrengend.

Scissor Sisters

Am Sonntag schlaf ich mich endlich mal aus, spaziere am Nachmittag durch Red Hook (ein anderes supergemütliches Viertel) und treffe mich mit ein paar Amis am Abend im Prospect Park… anschließend gehts noch ins Kino (Pirates of the Carribean - schade, wieder mal ein Sequeal, dass nicht mal annähernd mit dem ersten Teil mithalten kann; eigentlich ist es ein 3-stündiger Trailer für den dritten Teil).

18. Juni

Dienstag nach der Arbeit gibts wieder mal super ausgefallenes Programm. Die New York Philharmonics spielen ein gratis Konzert im Centralpark. Das ganze mit einem wunderbaren Abschlussfeuerwerk verbunden is wirklich beeindruckend. “The great lawn” ist voll mit Leuten - soweit man sehen kann - alle beim Picknicken und Wein trinken. Das Konzert selbst auch total beeindruckend - wahnsinns Atmosphäre mit Gänsehautcharacter. Sehr schön..

Achja.. die Temperatur diese Woche so ungefähr bei 37Grad und wahnsinnig drückende Luftfeuchtigkeit. Die Hitze wird aber in dieser Woche immer wieder durch unglaubliche Gewitter unterbrochen. So auch nach dem Konzert im Centralpark - naß bis auf die Unterhose… und alle anderen 20-30.000 Besucher ebenso (keine Ahnung wieviele es wirklich waren, aber die Schätzung ist sicher nicht sehr übertrieben).

Tja… wie ihr gehört habt bringt die Kombination von Hitze (Klimaanlagen laufen alle auf Vollgas) und Gewitterschäden Stromausfälle in New York. Ich bin nicht wirklich betroffen, Queens, ein anderer Stadtteil, ist aber teilweise schon mehr als eine Woche total ohne Strom und sie haben keine Ahnung was das Problem ist. Für mich fällt einen Tag die UBahn aus und man muss nach anderen Möglichlkeiten suchen um Downtown zu kommen - kleines Chaos, aber auch nicht weiter tragisch - zu spät zur Arbeit - who cares….

Am Donnerstag Abend beginnt wieder ein unterhaltsames Wochenende. Ich geh nach der Arbeit mit Arbeitskollegen ein Bier trinken und zu späterer Stunde in nen indischen Drum’n Base Club. Sehr cool.

Freitag gibts wieder ein Seminar bei CDS. Diesmal über amerikanische Geschichte und das ganze auf 3 Stunden komprimiert. Nice… viel Information, ein bisschen anstrengend aber überhaupt nicht uninteressant. Nach dem Seminar geh ich zum obligatorischen Freitag-früher-Abend-gratis-Museumsbesuch, da das Wetter auch nicht berauschend ist (wie leider das ganze Wochenende). Entgegen allen Meinungen, die ich vorher gehört hat, ist das Guggenheim genial. Kleine überschaubare Austellungen über Kandinsky, Jackson Pollock und Pop Art und eine große über Zaha Hadid, eine irakisch/britische Architektin und Künstlerin (Bergiselschanze!!!). Kann ich nur empfehlen!!!!

Guggenheim

Am Abend gehts ins Rudys (gratis Hotdogs und vernünftige Getränkepreise) und dann nach Lower Eastside mit der halben Gruppe. Am Weg dorthin trifft man Spiderman, der sich für eine Spende fotografieren lässt… und siehe selbst: er huepft wie ein Mädchen.

Spiderman Ich springe ohne Anstrengung einen Kopf höher als Spiderman… tzz.. und das will ein Superheld sein.

For the kid in you! Das ist ein Sprung… man beachte bitte auch die große Reklame im Hintergrund.
Am Samstag mach ich mich auf den langen Weg nach Brooklyn - diesmal wirklich ewig lange, da die L-Linie nicht fährt und ich über Queens mit drei verschiedenen Linien fahren muss um anschließend mit einem Bus fast zu meinem Ziel zu kommen. Die lange Reise zahlt sich aber aus. Ich geh auf ein “Electronic music, new media and digital arts festival”. Das ganze wird noch mit einer Party kombiniert und ich bin für ca. 8 Stunden unterhalten. Genialste Medieninstallationen (meine MTD-ler Seele ist entzückt), Videos und Kurzfilme rund um die Uhr, super experimentelle Elektronikmusik (3 Bühnen) und Party bis in die Früh… Kamera hab ich leider nicht dabei gehabt-deswegen nur der Link zur Seite http://www.bushwickartproject.org/ (Schade Schade).

Sonntag wird mal ausgeschlafen, gemütlich gegessen und im Park gelegen… die restliche Woche war anstrengend genug.

[Danke an Claudia und Heather für die 3 Fotos, die ich gestohlen und hier verwendet hab.]

Let’s f**k the sh*t up !

July 7th, 2006

26. Juni

Nach der Arbeit mal einfach durch die Stadt spazieren… ganz alleine ohne Gruppe (!!!!)… auch sehr nett.

27. Juni

Am Hudson River gibts wieder mal ein gratis Konzert. Die “Brasilian Girls” spielen. Nicht schlecht, aber die Akustik wegen des Windes am Fluß eher bescheiden… egal… die Atmosphäre (Blick auf Stadt, Sonnenuntergang, nette Begleitung) entschädigt.

28. Juni

Wir treffen uns nach der Arbeit um ins weltbekannte Apollo Theatre zur Amateurs Night zu gehen. Es ist ganz lustig… der Schmäh rennt und “Whitney Houston is in the House” - in Form von Sängerinnen, die “I will always love you” zum Besten geben - und das ganze drei Mal. Naja.. nicht unbedingt das was ich erwartet habe - aber der amerikanische Showstil ist unterhaltsam.

Apollo Theatre

29. Juni

Es ist Donnerstag und wiedermal beginnt das Wochenende =) Und es ist diesmal kein normales Wochenende - nein - am Dienstag ist amerikanischer Nationalfeiertag und somit haben wir Freitag bis Dienstag frei. Sehr schön…

Wir starten das Wochenende mit einem Kinobesuch und gehen nachher noch auf ein Getränk in eine Bar - inkl. Transvestitenshow.

30. Juni

Freitag ist natürlicher wieder CDS Seminar, diesmal bei einer Charity Organisation, die Obdachlose und Arme unterstützt. Der Vortragende ist leicht durchgeknallt und präsentiert ein trauriges Thema (Hunger, Armut in einer Finanzmetropole wie NY) mit viel Humor. Wahrscheinlich muss man seinen Job mit Humor nehmen um nicht total durchzudrehen. > In NY verdienen die 29 Reichsten jährlich sieben mal mehr als die 1.8 Millionen ärmsten Bewohner. <
Kurios ist, dass sich die Organisation mitten im Fincancial District befindet... whatever...

Am Abend geht fast die ganze Klasse ;) auf eine Party auf eine altes Boot (davon hab ich schon mal vorher erzählt)-super Location.

Als ich um 5 Uhr in der Früh zuhause ankomme, kommt mir das Aufstehen am Samstag Vormittag um 7.30 doch etwas früh vor.... Hart wie wir aber sind, überwinden wir uns und starten unsere Reise zum Strand um 8.20 am nächsten Morgen.

Wir fahren zu viert (eigentlich wollten ungefähr 8 mitfahren-die waren dann aber doch nicht ganz so hart) mit Subway, Zug, Taxi und Fähre nach Fire Island und sitzten verschlafene 3 Stunden später im nahezu karibischen Sand am Atlantik. Totaler Wahnsinn... ewig langer weisser Sandstrand, Ruhe, wenige Leute, klares aber eiskaltes Wasser und Rehe am Strand(!)... Aus unserem mutigen Plan surfen zu gehen wird zwar aufgrund von zu kleinen Wellen nichts... der Tag ist trotzdem genial... Sommer, Sonne, Sonnenschein... und Football spielen mit den Amis... totales Urlaubsgefühl !!!!!

Beach

Am Abend gehts in ein Künstlerloft zu einer Elektroparty.

2.Juli

Nach einem anstrengenden Samstag gehen wirs am Sonntag eher ruhig an. Ausschlafen und anschließend ein bisschen durch die Nachbarschaft spazieren (Harlem). Das Wetter wieder (so wie das ganze Wochenende) großartig - strahlend blau und heiss - sonst regnet es die letzten 4 Wochen ja eigentlich verhältnissmäßig oft.

Nachher gehts zum Relaxen in den Central Park (ein bisschen Frisbee spielen und Joga und viel schlafen). Der Abend klingt bei indischem Essen aus.

3. Juli

Wiedereinmal ausschlafen, der Samstag hat mir ziemlich zu schaffen gemacht, war es aber auf jeden Fall wert, Wäsche waschen und ein weiterer Parkbesuch, diesmal im Prospekt Park in Brooklyn (eigentlich schon fast ein Wald - rießig groß und gemütlich - New York bietet wirklich alles was man haben will). Am Abend versammelt sich das halbe IHaus im Bryant Park zum Filmschauen. Open-Air Kino zwischen Wolkenkratzer, die Wiese ist voll und die Atmosphäre cool, der Sound leider extrem schlecht. Nachher gehen wir auf ne Party in Chelsea… verrückte Leute, die Futureheads spielen als Surprise-Act und es wird bis in die frühen Morgenstunden des Nationalfeiertages gefeiert. Ich lasse mal die Bilder sprechen…(jedoch eine zensurierte Auswahl)

Bryant Park Party Party

Party Party
4. Juli

Es ist Nationalfeiertag und Markus und ich beschließen Österreicher-Tag zu machen. Wir lassen die deutschen Freunde in ihr Unglück rennen (in Form eines verlorenen Semifinales), schnappen uns Claudias Karten für das Belle & Sebastian Konzert und genießen einen wunderbaren Nachmittag. Vielen, vielen Dank an Claudia, die keine Mühen gescheut hat um die begrenzten Freikarten zu bekommen und sie uns dann auch schenkt (um Ssssssschland live bei der WM zu sehen).

Das Konzert war wirklich geil. Angenehme Vorband, dann eine kurze Unterbrechung mit Regen, der aber von Sonnenstrahlen und der symphatischen Band vertrieben wird. Super Musik und Atmosphäre in Downtown Manhatten (Battery Park um genau zu sein). Man merkt, dass die Band total Spass hat… der Sänger aus Schottland meint:”Let’s f**k the sh*t up” und gewährt Amerika die Unabhängigkeit am amerikanischsten Feiertag des Jahres (das muss jetzt nicht unbedingt jeder verstehen).

Belle & Sebastian Belle and Sebastian

Eins soll nicht unerwähnt bleiben… die Amerikaner verstehen das Prinzip des Zugabenspielens nicht. Bei diesem Konzert wirde zwar das erste Mal (seitdem ich hier in NY bin) nach einer Zugabe verlangt (mit Warten, großen Augen und zögerlichem Klatschen), jedoch ein zweites Lied will keiner hören - auch wenn man merkt, dass die Band richtig Lust hätte - da ist es dann doch wichtiger schnell aus dem Areal und nach Hause zu kommen. tztztztztzztztzzzz….. diese Amis….

Am Abend versammelt man sich wieder einmal bei unserem New Yorker Freund Jordan am Roof-Top (total uneigennützig mal wieder) und genießt den Ausblick aufs Feuerwerk… gar nicht schlecht…

Fireworks

und mehr feuerwerk…

Fireworks Fireworks
5. Juli

Am Mittwoch (hier auch liebevoll “little Saturday”) genannt gehen wir wiedermal in der Arbeit vorbei - nicht zu lange jedoch, denn am Abend ist ein CDS Event. Diesmal gehts zu einem Baseball-Spiel: NY Mets gegen Pittsburgh Pirates. Bei meiner Baseballbegeisterung natürlich eine super Sache auch wenn das Spiel dann doch eher langweilig ist (8 Innings ohne Punkte). Immerhin gewinnen die Mets 5:0. [Hier schick ich mal nen Gruß an “Die Gefährten” - wann steigt denn dieses Jahr das Softballturnier? Bin ich da schon wieder zurück vom Amerika-Trainingslager]

Baseball Baseball Baseball

Baseball Baseball

Natürlich sehr amerikanisch… Gewinnshows, Nationalhymne, Masskotchen (Mr.Met) usw… das volle Programm.

Smile and Wave!

June 27th, 2006

21. Juni

Bei der Arbeit ist es wie immer mehr oder weniger spektaulär - also sind wir nach deutscher Pünktlichkeit um 18:00 draussen. Ich triff mich mit ein paar Leuten im Bryant Park um zu einer Hunde/Modellmodeschau zu gehen. Klingt ein bisschen verrückt, ausgefallen und irgendwie interessant, aber eigentlich gehen wir nur hin weil’s gratis Essen und Getränke geben soll. Dort angekommen merken wir schnell, dass unser Dresscode nicht ganz angebracht ist: Flip-Flops, Bermudas, Rucksack und T-Shirt kommen in einem schicki-micki Hotel nicht so gut an… aber he… wir stehen auf der Gästeliste und abgesehen von zahlreicher komischer Blicke regt sich keiner auf. Wir stürzen uns sofort aufs Buffet und stellen fest, dass es keine gratis Cocktails gibt…. naja.. das Essen war nicht schlecht. Das ganze ist ne ziemlich lächerliche Show: Stefano, der Veranstalter, ist ein schmieriger Italiener und lässt sich feiern, ein paar Hunde in Kostümen rennen herum (auch ein Hotdog!!! kleiner brauner Hund mit Schaumstoff Brot auf der linken und rechten Seite und Ketchup auf dem Rücken)…

Kurzerhand entschließe ich mich nach dem gratis Essen die Veranstaltung zu verlassen, ein paar Mutige bleiben und erzähen, dass es nicht mehr viel besser geworden ist.

Ich gehe schlafen… oh ja… vor 12 Uhr in der Nacht… vielleicht das erste und einzige Mal hier… und ich bekomm auch Schimpfe von Claudia und Markus, aber ich will ja fürs Wochenende fit sein.

22. Juni

Nach der Arbeit gehts sofort ab nach Brooklyn: durch die Strassen spazieren, thailändisches Essen und Wein.. sehr nett… anschließend fahr ich noch mit Constanze nach Chelsea zu einer Pier-Party. Die Party selbst ist ne Feier von einem Itlaiener namens Francesco. Geniale Location (dirket am Wasser), aber leider schlechte Musik. Der eigentliche Grund warum wir gekommen sind ist aber ein Boot abseits der Party, das 3 Jahre unter Wasser gelegen ist und wieder schwimmfähig gemacht wurde. Im Inneren noch total verrost wurde es kurzerhand zu einem Partyboot umgewandelt… Tanzfloor im Maschinenraum.. alles sehr rustikal… Fotos folgen hoffentlich noch.

23. Juni

Kommen wir zum Betreff des Beitrags. Dieses Wochenende sind wir ganz in der Hand von Pall-Mall. Die Pall-Mall-Crew, ein Filmteam und Journalisten sind aus Deutschland angereist. Wir werden interviewt, fotografiert, gefilmt,… usw. Das volle Programm. Guten Eindruck machen trotz Augenringe… nach mehreren hundert Fotos fällt das lächeln echt nicht mehr leicht.

Am Donnerstag wurden wir auch schon in der Firma “bei der Arbeit” gefilmt, am Freitag beim Seminar, das diesmal aus einer Führung durch Brooklyn besteht (mit sehr gutem Reiseführer). Da das ganze Wochenende mit Fotoshooting verbucht ist, muss man natürlich die Nächte umso mehr nutzen… es soll ja kein verschwendetes Wochenende sein. Also gehen wir nach dem Seminar noch in die Morgan Library, eine nettes, kleines Museum, anschließend Essen und dann noch in einen Klub.

Manhattan Bridge

24. Juni

Um 6:30 aufstehen und in die Stadt fahren zu Filmaufnahmen. Der ganze Tag ist verregnet was das Filmen nicht unbedingt einfach macht. Mittagspause wird während dem Deutschland-Schweden Spiel gemacht. Mehr Fotos und Filmaufnahmen am Nachmittag…

Am Abend gibts die offizielle 10 Jahre Pall-Mall-Foundation Feier mit Journalisten, Arbeitskollegen,… Schön Anziehen und anschließend noch Fortgehen. Diesmal gehts ins Hiro. Ein Club in japanischem Stil. Fast die ganze Gruppe geht geschlossen hin und hat Spaß. Ende und aus.

Pall-Mall-Party Hiro
Sonntag: wieder Filmaufnahmen, Interviews und Fotos und noch viel größere Ringe unter den Augen…

Am späten Nachmittag gehen wir dann noch zur Christopher-Street-Day Parade. Leider etwas zu spät für die Parade… die ganze Stadt feiert aber anschließend noch weiter.. und wir natürlich auch.. in einer kleinen Bar mit brasilianischer Musik begleitet von Drums, Saxophon und DJ.

Parade Party

3 Wochen New York

June 20th, 2006

Versuch einer Rekonstruktion

also die letzten drei Wochen waren sicher eine der Intensivsten, die ich bisher überhaupt gehabt habe… verdammt viel unternommen und kaum schlafen… es ist gibt hier einfach viel zu viel zu sehen..

naja… jetzt probier ich mal diese Zeit zu rekonstruieren und niederzuschreiben.

mal zu den harten Fakten:

  • ich bin in New York für drei Monate (noch bis 26. August) um ein Praktikum zu machen
  • die Pall-Mall-Foundation bezahlt den ganzen Spass (also alles) und organisiert Events (Broadway musical, Baseball, Seminare jeden Freitag…) -> Tipp an alle.. bewerbt euch nächstes Jahr für das Programm !!!!!
  • ich bin hier mit 25 Deutschen und einem Österreicher, die alle bei unterschiedlichen Firmen in unterschiedlichen Bereichen (Werbung, Multimedia, Fashion Design, Finanz, Hotel,…) Praktikum machen
  • wir wohnen alle im I.Haus, einem Studentenheim mit 600 anderen Leuten aus der ganzen Welt und haben hier alles was man zum überleben braucht (Mensa, Fitnesscenter, Turnsaal, Pub,… eigentlich bräuchte man das Gebäude zum Überleben gar nicht verlassen)

tja.. das klingt alles sehr trocken bis jetzt… die Erzählungen sollten dann ein bisserl unterhaltsamer werden hoffe ich

29. Mai

also beginnen wir mal ganz am Anfang:

Ich bin am Montag dem 29. Mai um ca. 16:30 mit dem Zug von Graz abgereist. Nach ner relativ anstrengenden Nacht im Zug bin ich in der Früh in Berlin angekommen und dann mehr oder weniger sofort ins Hotel (natürlich von Pall Mall gezahlt) gefahren. Dort hab ich mich dann noch ca. 2 Stunden ausgeschlafen um dann am Nachmittag das Vorbereitungsprogramm zu beginnen. Ein paar Einreisetips, Fototermine und Small-Talks später, gab es noch ein super Abendessen, ehe alle ins Bett gefallen sind.

31. Mai

Früh aufstehen und nach New York fliegen war die Devise. Ziemlich geil eigentlich. Einchecken etc. war sehr problemlos - sparsam wie ich bin hab ich auch relativ wenig mit - um beim Rückflug umso mehr mitnehmen zu können ;)

Der 6-stündige Flug war halb so schlimm - es gab ja 25 deutsche Mitreisende zum Kennenlernen. Angekommen in New York wurden wir von CDS International (der Organisation, die für die Vermittlung der Praktikumsstellen und die Betreuung vor Ort verantwortlich ist) abgeholt und zum International House gebracht. Anschließend gleich mal ne Einführungsveranstaltung über Sicherheit und Verhaltensregeln vor Ort, das Studentenwohnheim und die Aktivitäten mit CDS Int.

Tja.. Ruhe gabs dann trotzdem noch keine… Dem Jet-Lag ein Schnippchen schlagend, gingen wir gleich mit den Betreuern in Harlem essen. Anschließen noch schnell ein Besuch auf der Dachterasse des Hause und wir fielen alle ins Bett. Es war nach österreichischer Zeit auch schon 5 Uhr in der Früh.

Dachterrasse des I.Hauses

1. Juni

Zeitig aufstehen und sofort zum Büro von CDS fahren war angesagt. Dort wurde uns der Ablauf der nächsten 3 Monate grob erklärt und wir bekamen Tipps und Tricks zum Überleben in NY. Am Nachmittag waren wir dann das erste Mal auf uns gestellt - bisher kam der organisierte Ablauf ja eher einer Schullandwoche gleich (dieses Gefühl stellt sich in den nächsten Tagen noch öfter ein - aber he - auch nicht schlecht).

Es gings so richtig ans Sightseeing: Brooklyn Bridge (zu Fuß drüberspazieren - sehr heiß), China Town, Soho und was weiss ich wo wir sonst noch waren… Nach kilometerlange Märschen gings am Abend noch in ein Pub in Soho - sehr nett.

Brooklyn bridge und die Skyline von Manhatten

2. Juni

Am morgen gins wieder relativ früh zu CDS wo wir ein Seminar über Amerikas Wirtschaft hatten. Super interessant !!! Gegen Mittag fuhren wir dann nach Ellis Island (Insel vor Manhatten wo früher die Einwanderer ankamen und abgefertigt wurden) und am Abend schlenderten wir weiter durch die endlosen Strassen von New York - leider bei Regen obwohl es trotzdem sehr warm war (seit der Ankunft macht uns ja die unglaublich heiss und feuchte Luft das Leben schwer).

Boys Grils Markus

Samstag und Sonntag (3./4. Juni) gings dann ähnlich weiter - früh aufstehen und durch alle Stadtviertel schlendern (Soho, Tribeca, Lower Eastsside, Greenwich, Financial District,…) - eigentlich sehr gemütlich, ohne dem touristischen Stress, aber doch sehr anstrengend wenn man
den ganzen Tag durch die Stadt rennt.

China Town

Auffallend ist, dass sich alle Klischees bestätigen - New York ist doch wirklich sehr verrückt.

Bike The crew House Taxi Europäer in der gro�en Stadt

Abends begnügen wir uns dann am ersten Wochenende mit dem Pub im Wohnheim (immerhin muss sich die Gruppe ja auch noch kennenlernen - der eigentliche Grund war aber totale Erschöpfung) oder mit Fußballspielen im Turnsaal - ja stimmt, uns geht hier nicht viel ab.

Lupis Geburtstag

5. Juni

Arbeiten sollen wir hier also auch noch… die Motivation gering, die Aufregung in einer neuen Firma zu starten eigentlich auch. Wer will schon Arbeiten nach 5 Urlaubstagen?

Die Firma bei der Christoph, ein anderer Pall-Maller, und ich untergebracht sind, nennt sich World Wide Audio. Die machen hauptsächlich Audioproduktion, ein bisschen Film und Video und alles womit sich sonst noch Geld machen lässt. Von uns wollen sie ne neue Website - naja… nicht so richtig spannend für mich, aber was solls, man braucht ja ne Rechtfertigung um in New York zu sein.

Zusätzlich machen wir aber schon auch interessante Sachen: bei Filmdrehs helfen, Training Session der Chefin (über dies und das) und sobald Christoph die Firma verlässt (er ist nur 6 Wochen hier) und die Website fertig ist, hoffe ich, dass ich mehr im Videobereich helfen kann… mal sehen…

achja, kurioses Detail… bei der Firma starten im Schnitt (ohne Übertreibung) 2 Praktikanten pro Woche (bis jetzt zumindest). Bei nur 3-4 fix Angestellten Mitarbeiten ist das schon net schlecht und endet in einem Mangel an Arbeitsplätzen und Computern.. naja… Amis halt.

Die restliche Woche ist eher Ruhig. Man arbeitet den ganzen Tag, schaut sich nach der Arbeit noch irgendeinen Stadtteil an und trifft sich mit dem Rest der Gruppe zum abendlichen Bier im Pub. So zwischen 1 oder 2 Uhr in der Nacht ist die Müdigkeit zu stark und ich falle ins Bett.

8. Juni

Da wir freitags ja immer Seminare haben und die Firma nicht will, dass wir nur für 2 Stunden in der Früh in die Firma fahren (die Anreise dauert doch ungefähr 50 min) beginnt bei uns das Wochenende am Donnerstag Abend.

Auf Empfehlung von Arbeitskollegen einer Freundin gehts in ein Lokal mit mehreren Rockbands, die teilweise wirklich sehr gut sind. Der Preis für NY-Verhältnisse auch verkraftbar (8$). Ein wirklich netter Abend in Lower Eastside.

9. Juni

Auschlafen und zum Eröffnungsspiel der Fußball-WM, immerhin bin ich ja mit 25 Deutschen hier (hoffentlich gewinnen die net die WM ;) ). Anschliessend Seminar zur Politik Amerikas… alles irgendwie schon einmal gehört und ein bisschen langsamer Vortrag… trotzdem interessant.

Am Nachmittag gehts nochmal zu Fuß über die Brooklyn Bridge. In Brooklyn angekommen haben wir uns die angeblich beste Pizza New Yorks geholt und auf den Pier gesetzt… genialer Blick, Sonnenuntergang, Nachwuchs-Rapper, die ein Musikvideo drehen und Teenies vor ihrer Prom-Night. Was will man mehr…

Brooklyn bridge Prom Night

Nach traumhafter Pizza gehts weiter nach Brooklyn. Auf Tipp eines weiteren Arbeitskollegen fahren wir zu einem Club wo einige Bands spielen. Das ganze befindet sich im tiefsten Brooklyn, keine Menschen auf der Strasse, Autos fahren langsam an einem vorbei - man muss doch ein bisschen aufpassen wo man hingeht. Das Lokal findet man nicht wenn man nicht weiss wo man hin muss. Ein einfaches, verrostetes Türschild mit der Nummer 100 befindet sich am Eingang und wenn man genau hinhört kann man ein bisschen Musik wahrnehmen… mutig machen wir die Tür auf und sind in einer Halle, die von Studenten zu einem Undergroundclub umfunktioniert wurde. Sehr geniale Location… die Musik nicht ganz so berauschend….

Underground Club Subway

Am Samstag wurde dann der Osten Manhattens erkundet. Super Wetter, nette Begleitung und ein ruhiges Viertel - so wie man NY aus dem Fernsehen eben nicht kennt.

Auf Grund des genialen Wetters und leichter Müdigkeit haben wir uns schon am Nachmittag in das erste Lokal gesetzt (im Freien natürlich) - gutes Essen, quatschen und Leute beobachten war die Devise. Abends kamen dann die Mädls mit Jordan, einem New York, ins Gespräch, was sich später noch als äußerst nützliche Bekanntschaft herausstellt. Er gab uns auch gleich einen Fortgeh-Tip in dieser Gegend, den wir dann auch nutzen. Wir gingen also ins Nublu, wieder ein Lokal das man eigentlich nicht finden kann - an einer unscheibaren Tür hängt nur eine blaue Glühbirne. Geniale Atmosphäre und ein Super DJ - tanzen bis zum Umfallen!!!! - was so gegen 5 Uhr in der Früh dann war… Den Touristenstatus haben wir eindeutig hinter uns gelassen - Donnerstag, Freitag und Samstag totale Insiderläden besucht… nice…

nette Begleitung

11. Juni

Den Sonntag gingen wir dann doch eher Ruhig an. Mit dem Ziel die Puertorikaner-Parade zu besuchen schlenderten wir durch den Central Park, schafften es dann aber nicht sofort zur Parade. Tausende von Leuten, die in der schönen Wiese liegen und die Sonne genießen, können sich nicht irren. Wir folgen ihrem Beispiel.
Nach einer Rast schafften wir es dann doch noch zur Parade, die aber total überfüllt war - wir schnurstracks wieder zurück in den Park zum Frisbee spielen - oh ja… hier fliegen bestimmt 30 Frisbees zugleich durch die Luft - kreuz und quer - Kopf einziehen….

Central Park Parade

13. Juni

Zwischen den Wochenenden haben wir dann wieder ein paar Arbeitstage eingeschoben. Am Dienstag jedoch gabs ne nette Abendsbeschäftigung: es spielten die Eels, für die dies nicht wissen - ein relativ bekannte Band, eine gratis Konzert direkt am Hudson River. Was in Österreich zu Massenanstürmen führen würde wird in NY nahezu ignoriert… schon einige Zuschauer, aber bei Gott nicht voll… darunter litt auch die Stimmung. Der Sonnenuntergang über New Jersey und dem dazwischenliegenden Hudson River, kombiniert mit genialer Musik entschädigt aber für einiges.

Getroffen hatten wir uns dort auch noch mit Jordan, der Bekanntschaft vom Wochenende, und seinem Freund Ryan aka. Disco. Dieser nahm uns nach dem Konzert auch noch auf die Dachterrasse seines früheren Appartments mit - 40. Stock - Blick auf den Hudson River, New Jersey, und ganz Manhatten…. totaler Wahnsinn… meine Camera hab ich an dem Tag natürlich zuhause gelassen - damn it.. wer konnte das wissen… Danke an Markus für die Fotos

Uptown, Empire State Building und Time Square.... Ground Zero !!!!

15. Juni

Abendprogramm von CDS Int. - wir gehen auf den Broadway ins Musical “Rent”. Ganz nett… Coole Musik, Story naja… nett einmal gesehen zu haben..

Achja.. gestern haben wir nen sehr langen Tag in der Arbeit gehabt. Wir haben bei einem Independent Filmdreh ausgeholfen.. war eigentlich sehr interessant… aber doch ein 13 Stunden Arbeitstag.

Time Square

16. Juni

Freitage beginnen wie immer mit einem CDS Seminar. Diesmal gehts zu einer Grundschule in die Bronx. 27 Weiße fallen dort doch sehr auf. Das Seminar über das Schulsystem war entgegen meiner Erwartungen total interessant, wenn auch sehr depremierend. 15 Schüler erzählen uns über ihre Probleme (Rassimus, Gewalt, Armut, Drogen,..), obwohl sie doch erst 12-13 Jahre alt sind, und ihre Träume Ärzte, Musiker und Wissenschater zu werden.

Nachher erzählt uns ihre Lehrerin, dass 95% unter der Armutsgrenze leben, 75% noch nie in Manhatten waren, obwohl es eine 30 minütige U-Bahnfahrt um 2$ entfernt ist, sie eine Fehlquote von 50% Prozent haben und die Anforderungen zum Bestehen einer Klasse heruntergestzt wurden, da man sich die “Summer School” für soviele Kinder nicht leisten konnte. Tja.. mehr gibts da wohl nicht zu sagen…

Am Abend haben wir uns ein gratis Jazz-Konzert im Central Park angehört und sind anschließend nach Lower Eastside gefahren… die Gegend entwickelt sich langsam zu unserem Lieblingsvierte.

Der Samstag begann dann eher Ruhig, man schlendert durch Chelsea (been there done that - ein neues Viertel, dass man abhacken kann) und sitzt mit einem Eiskaffee (natürlich von Starbucks und natürlich auck mit einem viiiel moderneren Namen) am Union Square… New Yorker beobachtend..

Union Square Union Square Union Square

Ab mit dem Zug nach Brooklyn ins neue Innviertel “Williamsburgh”. Wir spazieren herum und finden ein Möglichkeit (durch winzige Zaunlöcher kriechend) zum Pier zu kommen - super Blick auf Manhatten - schlimmste Touristenfotos entstehen… siehe selbst…

Manhatten von Brooklyn Manhatten von Brooklyn Manhatten von Brooklyn

Nach dem Touristenkitsch gehen wir richtig gemütlich (und teuer) Abendessen…

Anschließend verschlagt es mindestens 15 Leut der Pall-Mall Gruppe zur nächsten Insider-Party. Jordan (der aufmerksame Leser weiss wer das ist) hat uns wieder mal nen Tipp gegeben der Gold Wert ist. Wir finden uns in einer Hippy-Bude wieder… ein mehrstöckiges Gebäude, das von Künstlern gemietet und dementsprechend dekoriert ist, wird gelegentlich für illegale Partys benutzt, damit sie die Miete bezahlen können. Total verrückt… man bekommt Biene Maya Fühler beim Eingang, an der Decke baumelt alles was man sich vorstellen kann, die Wände sind bunt bemalt, auf die Dachterrasse kommt man mit einer Leiter…. die Bude is voll und die Feuerrichtlinien lassen Grüßen… es war der Hammer… zurückgekommen sind wir gegen halb 7 in der Früh…

Rubuland Rubuland Rubuland

18. Juni

Ein ruhiger Sonntag. Der Weg zum Central Park ist für unsere Gemütslage zu weit, wir legen uns in den Park neben dem Wohnheim. Am Abend gehts noch zu Jordan, der uns und einige seiner Freunde zu einer kleinen Roof-Top-Party eingeladen hat. Pizza, europäischer Käse und andere Köstlichkeiten bei Blick über NY - nice - Lenin ist auch bei uns (in Form einer 3 Meter hohen Statue, die von dem Dach aus über Lower Eastside trohnt).

aber hallo…

June 13th, 2006

soviel los und so wenig zeit… nach fast zwei wochen in NY hab ichs endlich geschafft einen blog anzulegen und ein paar zeilen zu schreiben… es ist hier einfach viel zu interessant und zuviel los um zeit vor dem computer zu verbringen.. sry… ich werd mal trotzdem versuchen euch auf dem laufenden zu halten… bis dann…

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high five
martin