Archive for July, 2006

Spiderman hüpft wie ein Mädchen!

Tuesday, July 25th, 2006

soso.. ich muss mal wieder ein paar Tage oder Wochen nachholen… alles fallt mir jetzt leider auch gar nicht mehr ein. Da waren ein paar Abende mit Spaziergängen in Chelsea, Lower Eastside, Washington Square Gegend usw. - teilweise mit schrecklich romantischen Sonnenuntergängen am Pier und begeisternder Livemusik.
Herausheben möchte ich aber auf jeden Fall den Samstag (ich glaub das war der 8.Juli), das war sicher einer der schönsten Tage hier in NY und leider auch einer der letzten an dem der harte Partykern (Constanze, Claudia, Anna, Christoph, Markus, Heather und ich - hoffentlich hab ich jetzt niemanden vergessen) gemeinsam was richtiges unternommen hat. Es ging am Nachmittag im PS1 los. Das PS1 ist das moderne Tochtermuseum des MOMA. An Samstagen kann man dort einen Museumsbesuch mit einer Open-Air-Party am Museumsgelände verbinden. Ein Hof mit genialer Architektur umringt von Kunst (incl. vieler Graffittis), gefüllt mit 3000 partywilligen Leuten und super unterhaltender, tanzbarer Musik. Das ganze versüßt man noch mit Wassernebelfontänen, ein paar Planschbecken, Barbeque und man erlebt nen genialen Nachmittag. Tanz bis um 9 Uhr am Abend… dann wird der Laden dicht gemacht (ist ja immerhin ein Museum) und die Meute inkl. den Party-Pall-Mallern bewegt sich zur nahegelegenen Beach Bar. Jetzt: Füße im Quarzsand, Musik, erträgliche Cocktailpreise und ein wahnsinns Blick auf Manhatten (achja.. wir befinden uns gerade in Queens am East River)…. super Stimmung beim Tanzen im Sand (totales Urlaubsglücksgefühl)… wenn man glaubt, dass sich NY eigentlich nicht mehr toppen kann, dann erlebt man so einen Tag und ist wiedereinmal nur überwältigt.

PS1 Beach Bar Subway
Am Sonntag schau ich Fußball-WM Finale und gehe anschließend nach Little Italy um die verrückten Italiener beim Triumphieren zu beobachten. Komischerweise ist dort gar nicht soviel los wie erwartet.

Die nächste Woche wird mal richtig von Arbeit überschattet. Lange Arbeiten und wenig Spaß ist die Devise…

Am Freitag wage ich mich mit Claudia und Freddy nach “Spanish Harlem” und wir sind total überrascht von der Freundlichkeit und Gemütlichkeit dieser Gegend (kein böses Gangsterviertel wie erwartet). Ein netter Nachmittagsspaziergang - man fühlt sich wirklich sehr sicher in allen möglichen Ecken New Yorks (gut.. bei Nacht sollte man das vielleicht nicht machen).

Tja.. und dann ist das Wochenende da… was soviel heisst, wie die halbe Gruppe muss abreisen (die Hälfte von uns ist ja nur 6 Wochen in NY und hat am Samstag ihren Flug zurück nach Berlin). Das ganze wird noch mit gemeinsamen Abendessen offiziell abgeschlossen.

Genauso schnell wie sich die Gruppe gefunden hat, wird sie auch wieder aussernander gerissen. Ne kurze Abschiedszeremonie und schon sind sie weg und “nur” mehr 14 Pall-Maller befinden sich in NY. Wirklich schade muss ich sagen… hab mich schon total an alle gewöhnt. Danke für die schöne Zeit, hoffe euch gehts allen gut zuhause…

Den Samstag verbringe ich dann mit Heather in tiefer Trauer um unsere abgereisten Freunde auf Coney Island beim “Sirene Music Festival” - nicht schlecht… der Nieselregen drückt anfangs die Stimmung ein bisschen. Am Ende spielen jedoch noch die Scissor Sisters ein geniales Konzert. Sehr fein… Die 1 1/2 stündige Rückreise in der Nacht ist jedoch anstrengend.

Scissor Sisters

Am Sonntag schlaf ich mich endlich mal aus, spaziere am Nachmittag durch Red Hook (ein anderes supergemütliches Viertel) und treffe mich mit ein paar Amis am Abend im Prospect Park… anschließend gehts noch ins Kino (Pirates of the Carribean - schade, wieder mal ein Sequeal, dass nicht mal annähernd mit dem ersten Teil mithalten kann; eigentlich ist es ein 3-stündiger Trailer für den dritten Teil).

18. Juni

Dienstag nach der Arbeit gibts wieder mal super ausgefallenes Programm. Die New York Philharmonics spielen ein gratis Konzert im Centralpark. Das ganze mit einem wunderbaren Abschlussfeuerwerk verbunden is wirklich beeindruckend. “The great lawn” ist voll mit Leuten - soweit man sehen kann - alle beim Picknicken und Wein trinken. Das Konzert selbst auch total beeindruckend - wahnsinns Atmosphäre mit Gänsehautcharacter. Sehr schön..

Achja.. die Temperatur diese Woche so ungefähr bei 37Grad und wahnsinnig drückende Luftfeuchtigkeit. Die Hitze wird aber in dieser Woche immer wieder durch unglaubliche Gewitter unterbrochen. So auch nach dem Konzert im Centralpark - naß bis auf die Unterhose… und alle anderen 20-30.000 Besucher ebenso (keine Ahnung wieviele es wirklich waren, aber die Schätzung ist sicher nicht sehr übertrieben).

Tja… wie ihr gehört habt bringt die Kombination von Hitze (Klimaanlagen laufen alle auf Vollgas) und Gewitterschäden Stromausfälle in New York. Ich bin nicht wirklich betroffen, Queens, ein anderer Stadtteil, ist aber teilweise schon mehr als eine Woche total ohne Strom und sie haben keine Ahnung was das Problem ist. Für mich fällt einen Tag die UBahn aus und man muss nach anderen Möglichlkeiten suchen um Downtown zu kommen - kleines Chaos, aber auch nicht weiter tragisch - zu spät zur Arbeit - who cares….

Am Donnerstag Abend beginnt wieder ein unterhaltsames Wochenende. Ich geh nach der Arbeit mit Arbeitskollegen ein Bier trinken und zu späterer Stunde in nen indischen Drum’n Base Club. Sehr cool.

Freitag gibts wieder ein Seminar bei CDS. Diesmal über amerikanische Geschichte und das ganze auf 3 Stunden komprimiert. Nice… viel Information, ein bisschen anstrengend aber überhaupt nicht uninteressant. Nach dem Seminar geh ich zum obligatorischen Freitag-früher-Abend-gratis-Museumsbesuch, da das Wetter auch nicht berauschend ist (wie leider das ganze Wochenende). Entgegen allen Meinungen, die ich vorher gehört hat, ist das Guggenheim genial. Kleine überschaubare Austellungen über Kandinsky, Jackson Pollock und Pop Art und eine große über Zaha Hadid, eine irakisch/britische Architektin und Künstlerin (Bergiselschanze!!!). Kann ich nur empfehlen!!!!

Guggenheim

Am Abend gehts ins Rudys (gratis Hotdogs und vernünftige Getränkepreise) und dann nach Lower Eastside mit der halben Gruppe. Am Weg dorthin trifft man Spiderman, der sich für eine Spende fotografieren lässt… und siehe selbst: er huepft wie ein Mädchen.

Spiderman Ich springe ohne Anstrengung einen Kopf höher als Spiderman… tzz.. und das will ein Superheld sein.

For the kid in you! Das ist ein Sprung… man beachte bitte auch die große Reklame im Hintergrund.
Am Samstag mach ich mich auf den langen Weg nach Brooklyn - diesmal wirklich ewig lange, da die L-Linie nicht fährt und ich über Queens mit drei verschiedenen Linien fahren muss um anschließend mit einem Bus fast zu meinem Ziel zu kommen. Die lange Reise zahlt sich aber aus. Ich geh auf ein “Electronic music, new media and digital arts festival”. Das ganze wird noch mit einer Party kombiniert und ich bin für ca. 8 Stunden unterhalten. Genialste Medieninstallationen (meine MTD-ler Seele ist entzückt), Videos und Kurzfilme rund um die Uhr, super experimentelle Elektronikmusik (3 Bühnen) und Party bis in die Früh… Kamera hab ich leider nicht dabei gehabt-deswegen nur der Link zur Seite http://www.bushwickartproject.org/ (Schade Schade).

Sonntag wird mal ausgeschlafen, gemütlich gegessen und im Park gelegen… die restliche Woche war anstrengend genug.

[Danke an Claudia und Heather für die 3 Fotos, die ich gestohlen und hier verwendet hab.]

Let’s f**k the sh*t up !

Friday, July 7th, 2006

26. Juni

Nach der Arbeit mal einfach durch die Stadt spazieren… ganz alleine ohne Gruppe (!!!!)… auch sehr nett.

27. Juni

Am Hudson River gibts wieder mal ein gratis Konzert. Die “Brasilian Girls” spielen. Nicht schlecht, aber die Akustik wegen des Windes am Fluß eher bescheiden… egal… die Atmosphäre (Blick auf Stadt, Sonnenuntergang, nette Begleitung) entschädigt.

28. Juni

Wir treffen uns nach der Arbeit um ins weltbekannte Apollo Theatre zur Amateurs Night zu gehen. Es ist ganz lustig… der Schmäh rennt und “Whitney Houston is in the House” - in Form von Sängerinnen, die “I will always love you” zum Besten geben - und das ganze drei Mal. Naja.. nicht unbedingt das was ich erwartet habe - aber der amerikanische Showstil ist unterhaltsam.

Apollo Theatre

29. Juni

Es ist Donnerstag und wiedermal beginnt das Wochenende =) Und es ist diesmal kein normales Wochenende - nein - am Dienstag ist amerikanischer Nationalfeiertag und somit haben wir Freitag bis Dienstag frei. Sehr schön…

Wir starten das Wochenende mit einem Kinobesuch und gehen nachher noch auf ein Getränk in eine Bar - inkl. Transvestitenshow.

30. Juni

Freitag ist natürlicher wieder CDS Seminar, diesmal bei einer Charity Organisation, die Obdachlose und Arme unterstützt. Der Vortragende ist leicht durchgeknallt und präsentiert ein trauriges Thema (Hunger, Armut in einer Finanzmetropole wie NY) mit viel Humor. Wahrscheinlich muss man seinen Job mit Humor nehmen um nicht total durchzudrehen. > In NY verdienen die 29 Reichsten jährlich sieben mal mehr als die 1.8 Millionen ärmsten Bewohner. <
Kurios ist, dass sich die Organisation mitten im Fincancial District befindet... whatever...

Am Abend geht fast die ganze Klasse ;) auf eine Party auf eine altes Boot (davon hab ich schon mal vorher erzählt)-super Location.

Als ich um 5 Uhr in der Früh zuhause ankomme, kommt mir das Aufstehen am Samstag Vormittag um 7.30 doch etwas früh vor.... Hart wie wir aber sind, überwinden wir uns und starten unsere Reise zum Strand um 8.20 am nächsten Morgen.

Wir fahren zu viert (eigentlich wollten ungefähr 8 mitfahren-die waren dann aber doch nicht ganz so hart) mit Subway, Zug, Taxi und Fähre nach Fire Island und sitzten verschlafene 3 Stunden später im nahezu karibischen Sand am Atlantik. Totaler Wahnsinn... ewig langer weisser Sandstrand, Ruhe, wenige Leute, klares aber eiskaltes Wasser und Rehe am Strand(!)... Aus unserem mutigen Plan surfen zu gehen wird zwar aufgrund von zu kleinen Wellen nichts... der Tag ist trotzdem genial... Sommer, Sonne, Sonnenschein... und Football spielen mit den Amis... totales Urlaubsgefühl !!!!!

Beach

Am Abend gehts in ein Künstlerloft zu einer Elektroparty.

2.Juli

Nach einem anstrengenden Samstag gehen wirs am Sonntag eher ruhig an. Ausschlafen und anschließend ein bisschen durch die Nachbarschaft spazieren (Harlem). Das Wetter wieder (so wie das ganze Wochenende) großartig - strahlend blau und heiss - sonst regnet es die letzten 4 Wochen ja eigentlich verhältnissmäßig oft.

Nachher gehts zum Relaxen in den Central Park (ein bisschen Frisbee spielen und Joga und viel schlafen). Der Abend klingt bei indischem Essen aus.

3. Juli

Wiedereinmal ausschlafen, der Samstag hat mir ziemlich zu schaffen gemacht, war es aber auf jeden Fall wert, Wäsche waschen und ein weiterer Parkbesuch, diesmal im Prospekt Park in Brooklyn (eigentlich schon fast ein Wald - rießig groß und gemütlich - New York bietet wirklich alles was man haben will). Am Abend versammelt sich das halbe IHaus im Bryant Park zum Filmschauen. Open-Air Kino zwischen Wolkenkratzer, die Wiese ist voll und die Atmosphäre cool, der Sound leider extrem schlecht. Nachher gehen wir auf ne Party in Chelsea… verrückte Leute, die Futureheads spielen als Surprise-Act und es wird bis in die frühen Morgenstunden des Nationalfeiertages gefeiert. Ich lasse mal die Bilder sprechen…(jedoch eine zensurierte Auswahl)

Bryant Park Party Party

Party Party
4. Juli

Es ist Nationalfeiertag und Markus und ich beschließen Österreicher-Tag zu machen. Wir lassen die deutschen Freunde in ihr Unglück rennen (in Form eines verlorenen Semifinales), schnappen uns Claudias Karten für das Belle & Sebastian Konzert und genießen einen wunderbaren Nachmittag. Vielen, vielen Dank an Claudia, die keine Mühen gescheut hat um die begrenzten Freikarten zu bekommen und sie uns dann auch schenkt (um Ssssssschland live bei der WM zu sehen).

Das Konzert war wirklich geil. Angenehme Vorband, dann eine kurze Unterbrechung mit Regen, der aber von Sonnenstrahlen und der symphatischen Band vertrieben wird. Super Musik und Atmosphäre in Downtown Manhatten (Battery Park um genau zu sein). Man merkt, dass die Band total Spass hat… der Sänger aus Schottland meint:”Let’s f**k the sh*t up” und gewährt Amerika die Unabhängigkeit am amerikanischsten Feiertag des Jahres (das muss jetzt nicht unbedingt jeder verstehen).

Belle & Sebastian Belle and Sebastian

Eins soll nicht unerwähnt bleiben… die Amerikaner verstehen das Prinzip des Zugabenspielens nicht. Bei diesem Konzert wirde zwar das erste Mal (seitdem ich hier in NY bin) nach einer Zugabe verlangt (mit Warten, großen Augen und zögerlichem Klatschen), jedoch ein zweites Lied will keiner hören - auch wenn man merkt, dass die Band richtig Lust hätte - da ist es dann doch wichtiger schnell aus dem Areal und nach Hause zu kommen. tztztztztzztztzzzz….. diese Amis….

Am Abend versammelt man sich wieder einmal bei unserem New Yorker Freund Jordan am Roof-Top (total uneigennützig mal wieder) und genießt den Ausblick aufs Feuerwerk… gar nicht schlecht…

Fireworks

und mehr feuerwerk…

Fireworks Fireworks
5. Juli

Am Mittwoch (hier auch liebevoll “little Saturday”) genannt gehen wir wiedermal in der Arbeit vorbei - nicht zu lange jedoch, denn am Abend ist ein CDS Event. Diesmal gehts zu einem Baseball-Spiel: NY Mets gegen Pittsburgh Pirates. Bei meiner Baseballbegeisterung natürlich eine super Sache auch wenn das Spiel dann doch eher langweilig ist (8 Innings ohne Punkte). Immerhin gewinnen die Mets 5:0. [Hier schick ich mal nen Gruß an “Die Gefährten” - wann steigt denn dieses Jahr das Softballturnier? Bin ich da schon wieder zurück vom Amerika-Trainingslager]

Baseball Baseball Baseball

Baseball Baseball

Natürlich sehr amerikanisch… Gewinnshows, Nationalhymne, Masskotchen (Mr.Met) usw… das volle Programm.