Archive for August, 2006

My brain no good.

Monday, August 21st, 2006

11. Aug
Vorletztes Wochenende - also steht viel Programm an. Ich schau mir Astoria/Queens an, geh ins Museum of Moving Images (sehr empfehlenswert fuer Filmfreaks), ins Brooklyn Museum zur Graffittiausstellung und mache bei wunderschoenem Wetter endlich die Circle Line Bootsrundfahrt um Manhattan. An einem schöenen Wochenende wie diesem darf ein Besuch im PS.1 natuerlich auch nicht fehlen - mit angeblich mehreren Tausend Leuten. Geniales Wetter (seit ungefähr einer Woche hat es das beste Wetter seit wir in NY sind - warm, sonnig, nicht unertraeglich heiss und auch gar nicht schwuehl - total klare Sicht immer und ueberall) und volles Haus bei der Museumsparty (davon hab ich schon irgendwann genauer erzählt). Anschließend gehts mit Daniel, Jakob, Prie und Thomas noch in die Watertaxi Beachbar… wunderbarer Abend. Sonntag heisst wiedermal frueh aufstehen um den Fireisland Strand ein letztes mal zu genießen.
Unter der Woche darf ein Besuch im Bryant Park zur Movienight natuerlich nicht fehlen, Pizzaessen in Brooklyn (inkl. abendlicher Skyline Fotosession) schmeckt ja auch immer und ein abendlicher Besuch in Williamsburg runden die Woche ab.

Freitags wag ich mich mit Tobi auch nochmal schnell in die Bronx, um ein bisschen einen Eindruck der ärmsten Gegend New Yorks zu bekommen. Heftiger Unterschied zu Manhattan, andererseits findet man auch richtig schöne Wohngegenden - irgendwie schwer sich ein Bild zu machen.

Das gratis Konzert der New York Dolls am Pier hab ich natuerlich auch net versaeumt. Punk-Rock-Opas mit viel zu viel Selbstbewusstsein - lustig. NY ist happy.

Mein letztes echtes Wochenende wird durch Arbeiten am Samstag gestört. Wobei es freiwillig ist. Foley Recording für einen relativ großen Spielfilm (heisst soviel wie jeden Sound, jeden Schritt,… neuerlich aufnehmen). Sehr interessant fuer einen Tag. Schade, dass ich während meines Praktikums nicht mehr in diese Richtung machen konnte…

Nach der Arbeit gehts direkt zu einer weiteren Rubuland-Party nach Brooklyn. Unglaublicherweise toppt diese alle vorigen. Diesmal in andere Location (3rd Ward Gebäude) aber genauso verrückt dekoriert wie immer. Obwohl ich gedacht habe, dass ich schon viel gesehn hab bleibt mir wiedereinmal die Spucke weg. Die Bude ist bis zum Rand voll und das Programm an diesem Abend weltklasse. Mehrere Livebands (eine Band vom Look her ähnlich wie Lordi jedoch noch eine Spur verrückter) und eine halbnakte Kapelle mit Blasinstrumenten (Trompeten, Posaunen, Tuba usw.), Drums und Fahnentänzerinnen, die zwei Stunden lang mitten durch die Massen tanzen und südamerikanische Rythmen spielen - das ganze im Partymusikstil… die Leute total am durchdrehen… hab sowas noch nicht gesehen…

Sonntag werden nochmal eine paar Sachen erledigt (nach 3 Monaten hab nun auch ich das Flatiron Building gesehen) und einige Lieblingsplätzte zum wahrscheinlich letzten Mal fuer diesen Sommer besucht (Greenwich, Union Square, etc.).

Das war dann auch wahrscheinlich mein letzter Post aus NY… Am Samstag flieg ich schon wieder nach Österreich… puhh… das ging ja schnell. Wahnsinns Sommer.

[”My brain no good.” ist der Titel meines Lieblingsbildes von John Lurie im PS1 Museum.]

Staring at the sun!

Wednesday, August 9th, 2006

Tja, da sind wieder ein paar Tage vergangen, ohne, dass ich was geschreiben habe. Werd probieren alles zu rekonstruieren.

28. Juni

Die Hitze und ein leichter Schnupfen reduzieren meine Geschwindigkeit ein bisschen und ich verbringe den Anfang der Woche mit Besuchen am Union Square und Bummeln in Greenwich.

Am Freitag gibts wieder ein Seminar: diesmal Besuchen wir das UN-Headquater. Ein vielversprechender Besuch entpuppt sich als der totale Touristenflopp. Kann man CDSInt. keine Vorwurf machen, aber wir werden mit der Touristenführung durchgeschleust und die Informationen, die wir dort erhalten sind minimal. Hauptanliegen der japanischen Führerin ist es, uns Fotomöglichkeiten in den UN-Konferenzräumen zu beschaffen… naja es war immerhin nett, den UN-Sicherheitsrat etc. mal zu sehen. Überraschend waren auch die relativ laschen Sicherheitskontrollen. Da bin ich bei Gratiskonzerten schon genauer gefiltzt worden - komisch irgendwie..

UN

Am Samstag gehts das zweite Mal zum Strand. Diesmal zum Robert Moses Park auf Fire Island. Superschön und unglaublich geniale Wellen. Das obligatorische Wellenreiten (ohne Brett versteht sich) fordert einen bei 2 Meter hohen Wellen ziemlich. Meine Schulter bekommt so einige Schrammen vom Sandstrand ab.

Am Abend gehts wiedermal (auch das zweite Mal) zur Rubuland Party nach Brooklyn. Ein kurzes aber schönes Vergnügen, da Polizei und Feuerwehr, eine Stunde nach dem wir ankommen, die Bude schließen. “It’s not safe”.

Am Sonntag erhol ich mich ein bisschen und schau mir das Harlem Festival vor der Haustür an. 1 Weisser auf 99 Farbige (Political Correctness oh ja…) oder eventuell auch extremer. Trotzdem sind alle total freundlich und die Stimmung sehr gut.

31. Juli

Am Montag gehts ab in den Bryant Park zum Film schauen. “A Shot in the Dark” steht am Program und die Temperatur ist eigentlich fast zu extrem für Outdoor-Kino. Am Dienstag erreicht die Hitzewelle dann ihren Höhepunkt. Als erfahrene New Yorker haben wir aber beste Gegenmittel parat. Nach der Arbeit wird sofort zum Watertaxi Beach gefahren… Barfuss im Sand, der Wind vom Eastriver, kaltes deutsches Bier und die lebensrettenden Wassersprenkelanlagen versüßen uns den Abend.

Watertaxi Beach

Auch wenn wir an diesem Abend der Hitze entkommen, ist es sonst ziemlich unerträglich. Klimaanlagen versagen total, es wird Strom gespart indem zB das Empire State Building nicht mehr beleuchtet wird etc. Es gibt auch 24 Hitzetode in NY… Trotzdem hat es den Anschein, dass alles normal weiterläuft - von wegen Hitzeferien oder so…

Harlem Lower Eastside

… und die Pall-Maller schauen auch bei gefühlten 47 Grad Celsius gut wie immer aus =)

Die Gang

4. Aug

Diesen Freitag gibts ein Seminar über das amerikanische Rechtssystem in einer Anwaltskanzlei. Sehr interessant (Es kennt doch jeder die Geschichte der gewonnen Klage gegen McDonalds wegen zu heissem Kaffee, der beim Verschütten zu Verbrennungen geführt hat, oder? Was man aber in den europäischen Medien nie gehört hat, ist, dass McDonalds vor diesem Fall bewusst, also als Firmenrichtlinie, Kaffee zu heiss gemacht hat, um Kunden davor abzuhalten den Kaffee zu schnell zu trinken und einen gratis Refill zu holen!!! Fand ich interessant.)

Nach dem Seminar geh ich noch ins “International Centre of Photography”. Klein, nett und gerade richtig für diesen Tag… Anschließend zur South Seaport Street, Pier 17 am Eastriver, für ein weiteres Gratiskonzert. Erstaunlicherweise gibts nach mehr als 2 Monaten noch immer Gegenden von denen ich noch nicht einmal was gehört habe… Es spielen “Oppenheimer” aus Nordirland und “Hot Chip” aus London - super Konzerte… nach dem Konzert bleiben wir noch am Pier sitzen und genießen bei kühlen Getränken die gute Luft am Eastriver (kombiniert mit Aussicht auf Schicki-Micki-Leute, die sich mächtig anstrengen um auf ein Partyboot zu kommen).

5. Aug

Ich schau mir Queens an und bin definitiv der einzige “Tourist” dort. Alles wird auf Spanisch angeschrieben, bis hin zur Dunkin Donuts Werbung… Interessante Gegend.

Am Abend sind wir zu einem privaten Barbeque in Brooklyn eingeladen und fahren anschließend zu einer Rooftop-Party. Genial.. Um dorthin zu kommen, stopfen sich 14 Leute in einen Van, der eigentlich nur 4 Sitzplätze hat…

Rooftop-Parties hier sind ganz easy.. ein Dach, Leute von überall her, die niemand kennt, “Bring your own booze”, zwei Turntables und Boxen. Die Beleuchtung übernimmt der Lichtsmog von NY… Toiletten sucht man auch vergeblich (sei kreativ =)

Van in Brooklyn Williamsburg Bridge
Am Sonntag spazier ich in Upper Eastside herum (Kontrastprogramm zum gestrigen Queens)… eine Gegend, die definitiv zu schick für mich ist. Danach schau ich mir die Eröffnung des Brazilian Film Festivals im Central Park an. Lenine, ein brasilianischer Latin-Rock-Superstar, spielt… ich bin aber doch eher müde… =)

Montag Abend ist leider Heather’s letzte Abend in NY. Wir gehen zum Abschied noch mal richtig mexikanisch Essen - Yammi - und anschließend noch auf nen Cocktail ins Heights. Sehr schöner Abend…

Kommen wir noch kurz zum Titel dieses Eintrags. Neben der offensichtlichen Bedeutung mag ich auch noch eine Band aus Brooklyn empfehlen, deren größter Hit “Staring at the Sun” ist. Sie heissen “TV on the Radio” und ich bin stolzer Besitzer ihres ersten Albums. =)
Grüße an euch alle… Baba und aus!

Ächtz…

Wednesday, August 2nd, 2006

puh… es ist 1 Uhr in der Nacht (!!!) und im Moment hat es 31 Grad bei 67% Luftfeuchtigkeit. Ich probiere seit einer Stunde zu schlafen - keine Chance. Keine Klimanalge und eigentlich dürfte ich den Ventilator auch nicht verwenden (technischer Defekt oder so), aber ohne Ventilator ist überleben sowieso unmöglich. Morgen soll es noch heisser werden als heute… Lagebericht ENDE.