Staring at the sun!

Tja, da sind wieder ein paar Tage vergangen, ohne, dass ich was geschreiben habe. Werd probieren alles zu rekonstruieren.

28. Juni

Die Hitze und ein leichter Schnupfen reduzieren meine Geschwindigkeit ein bisschen und ich verbringe den Anfang der Woche mit Besuchen am Union Square und Bummeln in Greenwich.

Am Freitag gibts wieder ein Seminar: diesmal Besuchen wir das UN-Headquater. Ein vielversprechender Besuch entpuppt sich als der totale Touristenflopp. Kann man CDSInt. keine Vorwurf machen, aber wir werden mit der Touristenführung durchgeschleust und die Informationen, die wir dort erhalten sind minimal. Hauptanliegen der japanischen Führerin ist es, uns Fotomöglichkeiten in den UN-Konferenzräumen zu beschaffen… naja es war immerhin nett, den UN-Sicherheitsrat etc. mal zu sehen. Überraschend waren auch die relativ laschen Sicherheitskontrollen. Da bin ich bei Gratiskonzerten schon genauer gefiltzt worden - komisch irgendwie..

UN

Am Samstag gehts das zweite Mal zum Strand. Diesmal zum Robert Moses Park auf Fire Island. Superschön und unglaublich geniale Wellen. Das obligatorische Wellenreiten (ohne Brett versteht sich) fordert einen bei 2 Meter hohen Wellen ziemlich. Meine Schulter bekommt so einige Schrammen vom Sandstrand ab.

Am Abend gehts wiedermal (auch das zweite Mal) zur Rubuland Party nach Brooklyn. Ein kurzes aber schönes Vergnügen, da Polizei und Feuerwehr, eine Stunde nach dem wir ankommen, die Bude schließen. “It’s not safe”.

Am Sonntag erhol ich mich ein bisschen und schau mir das Harlem Festival vor der Haustür an. 1 Weisser auf 99 Farbige (Political Correctness oh ja…) oder eventuell auch extremer. Trotzdem sind alle total freundlich und die Stimmung sehr gut.

31. Juli

Am Montag gehts ab in den Bryant Park zum Film schauen. “A Shot in the Dark” steht am Program und die Temperatur ist eigentlich fast zu extrem für Outdoor-Kino. Am Dienstag erreicht die Hitzewelle dann ihren Höhepunkt. Als erfahrene New Yorker haben wir aber beste Gegenmittel parat. Nach der Arbeit wird sofort zum Watertaxi Beach gefahren… Barfuss im Sand, der Wind vom Eastriver, kaltes deutsches Bier und die lebensrettenden Wassersprenkelanlagen versüßen uns den Abend.

Watertaxi Beach

Auch wenn wir an diesem Abend der Hitze entkommen, ist es sonst ziemlich unerträglich. Klimaanlagen versagen total, es wird Strom gespart indem zB das Empire State Building nicht mehr beleuchtet wird etc. Es gibt auch 24 Hitzetode in NY… Trotzdem hat es den Anschein, dass alles normal weiterläuft - von wegen Hitzeferien oder so…

Harlem Lower Eastside

… und die Pall-Maller schauen auch bei gefühlten 47 Grad Celsius gut wie immer aus =)

Die Gang

4. Aug

Diesen Freitag gibts ein Seminar über das amerikanische Rechtssystem in einer Anwaltskanzlei. Sehr interessant (Es kennt doch jeder die Geschichte der gewonnen Klage gegen McDonalds wegen zu heissem Kaffee, der beim Verschütten zu Verbrennungen geführt hat, oder? Was man aber in den europäischen Medien nie gehört hat, ist, dass McDonalds vor diesem Fall bewusst, also als Firmenrichtlinie, Kaffee zu heiss gemacht hat, um Kunden davor abzuhalten den Kaffee zu schnell zu trinken und einen gratis Refill zu holen!!! Fand ich interessant.)

Nach dem Seminar geh ich noch ins “International Centre of Photography”. Klein, nett und gerade richtig für diesen Tag… Anschließend zur South Seaport Street, Pier 17 am Eastriver, für ein weiteres Gratiskonzert. Erstaunlicherweise gibts nach mehr als 2 Monaten noch immer Gegenden von denen ich noch nicht einmal was gehört habe… Es spielen “Oppenheimer” aus Nordirland und “Hot Chip” aus London - super Konzerte… nach dem Konzert bleiben wir noch am Pier sitzen und genießen bei kühlen Getränken die gute Luft am Eastriver (kombiniert mit Aussicht auf Schicki-Micki-Leute, die sich mächtig anstrengen um auf ein Partyboot zu kommen).

5. Aug

Ich schau mir Queens an und bin definitiv der einzige “Tourist” dort. Alles wird auf Spanisch angeschrieben, bis hin zur Dunkin Donuts Werbung… Interessante Gegend.

Am Abend sind wir zu einem privaten Barbeque in Brooklyn eingeladen und fahren anschließend zu einer Rooftop-Party. Genial.. Um dorthin zu kommen, stopfen sich 14 Leute in einen Van, der eigentlich nur 4 Sitzplätze hat…

Rooftop-Parties hier sind ganz easy.. ein Dach, Leute von überall her, die niemand kennt, “Bring your own booze”, zwei Turntables und Boxen. Die Beleuchtung übernimmt der Lichtsmog von NY… Toiletten sucht man auch vergeblich (sei kreativ =)

Van in Brooklyn Williamsburg Bridge
Am Sonntag spazier ich in Upper Eastside herum (Kontrastprogramm zum gestrigen Queens)… eine Gegend, die definitiv zu schick für mich ist. Danach schau ich mir die Eröffnung des Brazilian Film Festivals im Central Park an. Lenine, ein brasilianischer Latin-Rock-Superstar, spielt… ich bin aber doch eher müde… =)

Montag Abend ist leider Heather’s letzte Abend in NY. Wir gehen zum Abschied noch mal richtig mexikanisch Essen - Yammi - und anschließend noch auf nen Cocktail ins Heights. Sehr schöner Abend…

Kommen wir noch kurz zum Titel dieses Eintrags. Neben der offensichtlichen Bedeutung mag ich auch noch eine Band aus Brooklyn empfehlen, deren größter Hit “Staring at the Sun” ist. Sie heissen “TV on the Radio” und ich bin stolzer Besitzer ihres ersten Albums. =)
Grüße an euch alle… Baba und aus!

One Response to “Staring at the sun!”

  1. hezah Says:

    das war ein gute Nacht! Viva Brooklyn und dachenden Party!! Danke schon fur TV on the Radio. Ich liebe es! i’m listening to it right now.